Mels duft(er) Blog

Hier findet ihr Wissenswertes über ätherische Öle, Kräuter und viele andere feine Naturprodukte. Schaut herein, es lohnt sich!

Monat: November 2017

Bergamotte, der Lichtbringer

Ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber ich mag das kalte Nebelwetter, das gerade über Wien hängt, überhaupt nicht. Dabei stört mich die Kälte selbst nicht so sehr, sondern eher das fehlende Sonnenlicht. Als Kind des Sommers bin ich ja eigentich eine Sonnenanbeterin <3 Ich finde, bei Sonnenschein sieht einfach alles viel freundlicher aus und ich bin dann auch viel besser gelaunt. Glücklicherweise gibt es ein paar ätherische Öle und Duftkompositionen, die mich wieder fröhlich stimmen und mit denen ich die Sonne in mein Wohnzimmer holen kann. Wie das geht, möchte ich euch heute verraten. 😉

Das ätherische Bergamotteöl (Citrus bergamia) gilt als wahrer Lichtbringer in der Aromatherapie. Die Bergamotte ist eine Zitruspflanze, eine Kreuzung aus Bitterorange und Zitrone. Der ziemlich anspruchsvolle Baum wird hauptsächlich in Italien in der Region Kalbrien, also im Süden <3 angebaut. Das ätherische Öl wird mittels Pressung der Schalen der unreifen Früchte gewonnen.  Die unreifen Früchte werden von November bis Februar geerntet und um 1 kg ätherisches Bergamotteöl zu bekommen, benötigt man 200 kg Fruchtschalen. Der Duft ist klar, fruchtig und frisch mit einer leichten süßen Note. Auch in der Parfumherstellung ist es wegen seines spritzig frischen Duftes sehr beliebt und ist daher in vielen Duftkompositionen enthalten.

Bergamotte01

Ihr könnt dieses Öl wie immer in den Diffuser oder auf einen Dufstein geben, es wird herrlich frisch duften. Bergamotteöl wirkt angstlösend und stimmungsaufhellend, deshalb ist es so toll für depressive Verstimmungen und bei Winterdepression einsetzbar. Es muntert euch einerseits auf, andererseits entspannt es aber auch ganz wunderbar.

Ihr könnt euch damit ein Massageöl für die dunkle Jahreszeit machen:
4-5 EL fettes Pflanzenöl (zum Beispiel Mandelöl)
1-2 Tropfen ätherisches Bergamotteöl
Praktischerweise strafft das Öl eure Haut, also ist es gut gegen Cellullite einsetzbar und es wirkt hautregenerierend. Auch bei Menstruationsbeschwerden oder nervös bedingten Muskelverspannungen könnt ihr das Massageöl anwenden, es sollte euch auf sehr  angenehme Weise Linderung verschaffen. Bei Kindern ab einem Jahr könnt ihr es bei Schlafstörungen und Stress anwenden, also eine Fuss- oder Bauchmassage damit machen, oder das ätherische Öl einfach in den Diffuser geben.

Weiters unterstützt uns das Bergamotteöl bei Hals- und Kopfschmerzen und schützt uns vor Insekten und Infektionskrankheiten.
Bei Infektionen im Mund- und Rachenraum könnt ihr euch folgende Gurgellösung herstellen:
2 Tropfen Bergamotteöl
1 Tropfen Cajeput (Melaleuca cajeputi)
1 TL Salzlösung (=Sole)
Für die Salzlösung nehmt ihr einen kleinen Topf mit Deckel her und kocht 15 Minuten lang 230 ml Wasser mit 1 TL naturreinem Meersalz (ohne Zusatzstoffe wie Rieselhilfen, Aromen, Konservierungsstoffe, etc…) ab. Den Rest könnt ihr 24 Stunden in einem sterilen Glasbehälter aufheben. Dann könnt ihr mit einen Teelöffel Sole die ätherischen Öle mischen und gurgeln. Das solltet ihr alle 2 Stunden wiederholen, denn die Öle werden in dieser Zeit von Körper abgebaut.

Bei Blasenentzündungen könnt ihr ein Sitzbad damit machen:
4 Tropfen Bergamotteöl in
1 EL Kaffeesahne oder Schlagobers emulgieren
und in eine Waschschüssel mit warmem Wasser geben, maximal 10 Minuten darin sitzen.

Aber auch hier muss ich wieder eine Warnung aussprechen: ätherisches Bergamotteöl erhöht die Lichtempfindlichkeit der Haut, daher sollte nach der äußerlichen Anwendung ein paar Stunden die direkte Sonne gemieden werden, denn es kann zu Verbrennungen und/oder Pigmentflecken kommen. Die Anwendung von ätherischen Ölen ersetzt auch keinesfalls einen Arztbesuch!

Eine ganz besondere Anwendung für mich ist das aromatisieren von Teeblättern. Wie einige von euch wissen habe ich in meinem Garten griechischen Bergtee angebaut und habe im Spätsommer zum ersten Mal richtig fein geerntet. Deshalb werde ich auch heuer zu Weihnachten ein paar Gläser aromatisierten Bergtee verschenken können. Es ist ganz einfach: ihr füllt die Teeblätter die ihr aromatisieren möchtet in ein Schraubglas, das kann auch ein altes Gurkenglas oder ein Rexglas sein. Plastik bitte nicht verwenden, denn es können sich durch das ätherische Öl ungesunde Stoffe aus dem Plastik lösen und die wollen wir ja nicht im Tee haben. Dann 2-3 Tropfen vom ätherischen Bergamotteöl auf die Teeblätter träufeln, verschliessen und ein wenig schütteln. Bitte achtet darauf, dass ihr hier Öle in Bioqualität verwendet! Das muss jetzt zirka eine Woche gut durchziehen, danach habt ihr ganz feinen aromatisierten Tee, zum selbst Trinken oder zum Verschenken. <3

Bergamotte_Bergtee01

In der Aromaküche könnt ihr das Bergamotteöl ebenfalls zum Aromatisieren einsetzen, nämlich  zum Verfeinern von Limonaden, Obstsäften, Obstsalat, sogar Kompott oder Topfencreme bekommt mit dem Öl einen individuellen superfeinen Geschmack.

Zu guter Letzt gibt es  bei feeling auch eine Duftkomposition namens „Sonnenschein“, auch da darf die Bergamotte natürlich nicht fehlen. Es finden sich darin neben anderen Zitrusdüften aber auch einige Blütendüfte wie Rose oder Ylang Ylang, also eine Komposition für jene, die es gerne etwas blumiger mögen.

Bergamotte_Sonnenschein01

Wie holt ihr euch euren persönlichen Sonnenschein ins Wohnzimmer in der dunklen Jahreszeit? Welche Düfte verwendet ihr und wie wendet ihr sie an? Ich freue mich, wenn ihr eure Erfahrungen mit mir teilt und mir einen Kommentar hinterlasst!

Bleibt gesund & fröhlich,

eure Mel

 

Hier kommen noch eure Produktlinks:
Ähterisches Bergamotteöl bio findet ihr hier: https://www.feeling.at/shop/bergamotteoel-bio-citrus-bergamia.html?acc=204
Die Duftkomposition „Sonnenschein“ findet ihr hier: https://www.feeling.at/shop/sonnenschein-duftmischung.html?acc=204
Zu einem feinen hautpflegenden Basisöl, dem Mandelöl gelangt ihr hier: https://www.feeling.at/shop/mandeloel-suess-nativ-bio-prunus-amygdalus-dulcis.html?acc=204
Naturreines feines Meersalz findet ihr hier: https://www.feeling.at/shop/meersalz-natur-fein.html?acc=204

 

Quellenangabe:
„Handbuch Aromatherapie“ von Edelraud Lubinic, Haug Verlag
„SOS Hustenzwerg“ von Ingrid Kleindienst-John, Freya Verlag
„Praxis Aromatherapie“ von Monika Werner und Ruth von Braunschweig, Haug Verlag

 

 

 

Der Wald fürs Wohnzimmer

Phuu, die erste Arbeitswoche nach der Karenz ist geschafft! Natürlich lief nicht alles rund und es gibt noch genügend Baustellen zu meistern, aber kommt Zeit kommt Rat. Es ist ein großer Schritt, eine große Veränderung, für die ganze Familie. Deshalb kommt mein Blogbeitrag auch erst heute und nicht wie gewohnt am Donnerstag. Ich hoffe, ihr verzeiht! 😉

Heute bringe ich euch den Wald nach Hause, direkt in euer Wohnzimmer oder Schlafzimmer, dorthin, wo ihr in gerne haben möchtet. Wie das geht? Ganz einfach: mit einem Diffuser und den feinen Düften, die ich euch heute vorstelle. Ich persönlich bin ja sehr gerne im Wald und zwar zu jeder Jahreszeit, denn die Natur hat immer seinen Reiz – oder auch nicht, denn in der Natur lässt es sich gut abschalten, vom ganzen Trubel den man im Alltag um die Ohren hat.

Beim ersten Gedanken an Wald fällt mir sofort das Fichtennadelöl (Picea abies) ein, denn es riecht wirklich wie ein ganzer Wald, sehr frisch und aromatisch, als würdet ihr mitten drin stehen. Das ätherische Öl wird aus den Nadeln und Zweigen österreichischer Fichten destilliert und ist ein wahrer Stresskiller. Dieses tolle Einzelöl ist ideal für das Büro, denn es hilft uns nicht nur beim Entspannen sondern regt uns auch an. Es stimuliert unsere Atemwege, deshalb ist es auch ganz wunderbar wenn ihr erkältet seid, es durchblutet unsere Füße wenn sie kalt sind und unterstützt uns auch bei Anspannung, bei Ängsten und hilft uns wieder unsere innere Balance zu finden. Im Diffuser wirkt es herrlich lufterfrischend und stark antibakteriell.

Fichte_TiefAtmen01

Wer noch mehr Wald- und Nadeldüfte möchte, für den ist die Duftkomposition „Tief atmen“ genau das richtige! Hier sind noch mehr waldige Düfte vertreten wie zum Beispiel Tannen- und Kiefernadeln und natürlich auch die Fichtennadeln. Dieser Duft stärkt uns ebenfalls und erleichtert uns das Durchatmen. Es erinnert mich sehr stark an einen Saunagang – oh, das ist ja auch so fein im Winter <3 Geht ihr auch so gerne in die Sauna wie ich?

Fichte_TiefAtmen02

Leider habe ich keine Sauna, dafür hab ich abends immer kalte Füße. :-/ Was gibt es also feineres als ein warmes Fußbad?! Hier bekommt ihr das Rezept für mein wohlig wärmendes Fußbad:

2 EL Meersalz naturfein
1 EL Mandelöl bio
3 Tropfen Fichtennadelöl
2 Tropfen Lavendel fein

Erst mischt ihr die ätherischen Öle in das Mandelöl, danach kommt das Salz dazu. Alles gut miteinander mischen und schon könnt ihr es während dem Einfüllen ins Wasser geben, dann mischt es sich auch nochmals gut durch. Und dann rein mit den kalten Füßen und einfach genießen 🙂

Gerade die letzte Woche war geistig und körperlich recht fordernd für mich. Aber seit Neuestem hab ich das Zirbensackerl daheim und ich liebe es! <3

Zirbenherz

Den Kissen- und Raumspray sprühe ich gerne auf meinen Kopfpolster und auch ein wenig im Schlafzimmer, soll ja dezent bleiben. Das ätherische Öl der Zirbelkiefer (Pinus cembra) gebe ich auf das handgearbeitete Holzherz, das im Jutesackerl mit dabei ist. Ein bis zwei Tropfen reichen und schon verbreitet sich der angenehm holzige Duft ganz langsam und anhaltend im Raum. Das Holzherz könnt ihr aber auch in euren Kleiderkasten geben, das duftet so wunderbar beim Öffnen der Kastentüren <3 und beugt auch ganz toll Motten vor, im Kleider- aber auch im Lebensmittelschrank.

Zirbensackerl02

Das Zirbenöl richtet uns nach körperlicher und geistiger Anstrengung wieder auf und es aktiviert Körper, Geist und Seele. Die Zirbe selbst ist ja ein sehr widerstandsfähiger Baum, der zu jeder Jahreszeit sämtlichen Widrigkeiten trotzt, seien es Gewitterstürme im Sommer oder schwere Schneelast im Winter, da sie auf 1.800 bis 2.500m Seehöhe zu finden ist. In vielen Märchen und Sagen hat sie eine schützende Aufgabe und die kommt nicht von ungefähr, schützt uns ihr ätherisches Öl auch vor Erkältungen und Grippe.

Eine Sache, die mir besonders wichtig ist: die Zirbelkiefer steht unter Naturschutz! Deshalb dürfen auch nur Bäume für die Holzverarbeitung und Destillation verwendet werden, die natürlich gefallen sind – und das ist auch gut so! Darum ist dieses Öl auch mit Bedacht und besonders sparsam zu verwenden. Leider wird das Öl oft auch mit anderen Kiefernölen gestreckt, bitte beachtet dies, wenn ihr es anderswo kauft. Bei mir gibt es nur das naturreine ätherische Öl, 100 % Pinus cembra, welches für Raumbeduftung und Aromapflege geeignet ist.

Mögt ihr auch so gerne die waldigen Düfte? Welche sind eure Lieblingsdüfte? Und welche Methoden habt ihr, wenn ihr im Alltag stark gefordert werdet? Ich freue mich über eure Erfahrungen!

Alles Liebe,

eure Mel <3

 

Hierkommen noch die Produktlinks für euch:
Ätherisches Fichtennadelöl: https://www.feeling.at/shop/fichtennadelnoel-picea-abies.html?acc=204
Duftkomposition „Tief atmen“: https://www.feeling.at/shop/tief-atmen-duftmischung.html?acc=204
Es gibt auch ein fertiges Badesalz „Tief atmen“: https://www.feeling.at/shop/tief-atmen-badesalz.html?acc=204
Meersalz natur fein: https://www.feeling.at/shop/meersalz-natur-fein.html?acc=204
Mandelöl süß, bio: https://www.feeling.at/shop/mandeloel-suess-nativ-bio-prunus-amygdalus-dulcis.html?acc=204
ätherisches Öl Lavendel fein: https://www.feeling.at/shop/lavendeloel-fein-lavandula-angustifolia.html?acc=204
ätherisches Zirbelkiefernöl: https://www.feeling.at/shop/zirbenoel-pinus-cembra.html?acc=204
Zirbensackerl AKTION: https://www.feeling.at/shop/zirbensackerl.html?acc=204

 

 

 

 

Neroli – das kostbare Schocköl

Vor nicht allzu langer Zeit habe ich euch ja erzählt, wie es uns mit der Kindergarten Eingewöhnung geht. Wenn ihr das verpasst habt, könnt ihr hier gerne nochmal rein schnuppern. Damals kam schon das kostbare Neroliöl erfolgreich zum Einsatz und heute möchte ich euch gerne mehr darüber erzählen, warum es so kostbar ist und wofür ihr es verwenden könnt.

Der wunderbare Bitterorangenbaum liefert uns 3 verschiedene ätherische Öle: Aus den Blättern, Zweigen und unreifen Früchten wird mittels Destillation das Petit-grain-Öl gewonnen. Aus den Fruchtschalen wird das Bitterorangenöl gepresst und aus den kleinen, zarten, weißen Blüten wird das Neroliöl destilliert. Aus etwa einer Tonne Blüten, die nebenbei bemerkt alle händisch gepflückt werden, entsteht ca. 1kg Neroliöl – deshalb ist es auch so kostbar. Es zählt auch zu den wichtigsten ätherischen Ölen bei der Parfumherstellung. Sicher kennt ihr noch „4711 Kölnisch Wasser“, oder? Neroliöl ist die Grundlage für diesen Duft. Sogar Berühmtheiten wie Napoleon oder Goethe haben dieses besondere Duftwasser gerne gebraucht, Napoleon sogar verschwenderisch. Auch heute findet es noch Verwendung in unzähligen Pflegeprodukten.

Neroli_Rosenquarz02

Das ätherische Neroliöl duftet lieblich, kraftvoll-frisch und es hat ein sehr breites Wirkungsspektrum, kein Wunder, denn es hat über 400 verschiedene Wirkstoffe. Besonders bei grippalen Infekten könnt ihr es sehr gut einsetzen, weil es antibakteriell, antiviral, fiebersenkend, immunstärkend, schmerzstillend und beruhigend wirkt. Das ätherische Neroliöl ist sogar so stark antiviral wie ätherisches Thymianöl, jedoch ist es viel milder und somit sehr gut für Kinder geeignet. Bei Spannungskopfschmerzen und Migräne ist das Öl eine tolle Alternative, wenn euch das ätherische Pfefferminzöl zu stark ist. Für die werdenden Mamas ist es auch ganz toll, da könnt ihr es bei Schwangerschaftsübelkeit und zur Geburtsvorbereitung verwenden.

Aber auch für die Psyche ist es ganz toll, denn durch seine stimmungsaufhellende, entspannende Wirkung könnt ihr es beispielsweise bei seelischen Verletzungen, einem Schock und bei Ängsten anwenden. Ich glaube, ich werde es für meine Flugangst einsetzen, sobald ich mich mal traue, einen Flug zu buchen. 😉
Es schützt euch vor innerem Druck und steht euch bei Stress und Prüfungen zur Seite, es ist ein Seelentröster und hilft in Übergangs- und Umbruchsituationen, Burnout, bei Heimweh und dem Wunsch nach Geborgenheit.

Auch bei uns hab ich Neroliöl schon eingesetzt, nicht nur im Kindergarten, sondern als mein kleiner Sohn letztes Jahr eine Kehlkopfentzündung / Pseudo Krupp hatte. Ich war sehr erschrocken, weil sich das bei den Kleinen ganz fürchterlich anhört, nämlich als wären sie kurz vorm Ersticken. Nachdem ich einen Erste Hilfe Kurs gemacht habe, wusste ich was zu tun war. Also erst mal die Balkontüre gaaanz weit aufgemacht. Glücklicherweise war es draußen schön kalt und sein Gekeuche wurde schnell wieder besser und er konnte wieder normal atmen. Zur Unterstützung hab ich ihm dann ein entspannendes Öl gemischt, das Rezept bekommt ihr heute mit:

Entspannende Ölmischung:
2 Tropfen Neroliöl oder 4 Tropfen Neroliöl in Jojoba 10:90
2 Tropfen Lavendel fein
1 Tropfen Kamille römisch
Wenn ihr die Mischung im Diffuser verwendet, bitte das pure Neroliöl verwenden!

Ich habe 1 Tropfen der Mischung mit 30 ml Mandelöl gemischt und meinem Sohn dann auf Hals, Brustkorb und Fußsohlen aufgetragen. Er ist ziemlich schnell wieder beruhigt eingeschlafen und atmete ruhig und entspannt. Selbstverständlich war ich auch mit ihm beim Kinderarzt, denn ätherische Öle und deren Anwendung ersetzen keinesfalls einen Arztbesuch!

Wenn ihr gerne badet, könnt ihr diese Mischung auch dafür verwenden. Dazu 2 Tropfen der Mischung in 2 EL Schlagobers emulgieren und ab damit ins Badewasser. Entspannung pur! <3

Habt ihr schon Erfahrungen mit Neroliöl gesammelt? Wie habt ihr es angewendet? Ich freue mich, wenn ihr mir davon berichtet und den einen oder anderen Kommentar hinterlasst! 😀

Natürlich bekommt ihr heute auch noch die Produktlinks:
Hier findet ihr das pure ätherische Neroliöl: https://www.feeling.at/shop/nerolioel-orangenbluetenoel-citrus-aurantium-flos.html?acc=204
Zum bereits verdünnten Neroliöl kommt ihr hier: https://www.feeling.at/shop/nerolioel-in-jojoba-citrus-aurantium-flos.html?acc=204
Es gibt auch einen fertig gemischten Aromastick, sehr praktisch für die Handtasche: https://www.feeling.at/shop/neroli-aromastick.html?acc=204
Und natürlich gibt es auch ein Nerolihydrolat, zum Beispiel als Wasserphase für eure selbst gerührten Cremen: https://www.feeling.at/shop/orangenbluetenhydrolat-bio-nerolihydrolat-bio.html?acc=204

Ich wünsche euch noch ein entspanntes Wochenende!

Alles Liebe,

eure Mel

 

 

Quellenangabe:
„Praxis Aromatherapie“ von Monika Werner und Ruth von Braunschweig, Haug Verlag
„Hausapotheke Ätherische Öle“ von Maria M. Kettenring, Joy Verlag
„SOS Hustenzwerg“ von Ingrid Kleindienst-John, freya Verlag

Ätherische Öle und unser Körper, Teil 2

Vor zwei Wochen habe ich euch ja einen kleinen Einblick gegeben, was denn die ätherischen Öle in unserem Körper so tun. „Klein“ deshalb, da bis heute ja noch längst nicht alles erforscht ist bzw. es hier einfach den Rahmen sprengen würde, alles widerzugeben, soll ja auch keine wissenschaftliche Arbeit werden. Einen mir besonders wichtigen Aspekt möchte ich euch heute näher bringen: Nämlich, dass Körper, Geist und Seele ein Netzwerk sind und mit den ätherischen Ölen haben wir nun ein Werkzeug in der Hand, das die Kommunikation untereinander positiv beeinflussen kann. Toll, oder? <3

Die Psychoneuroimmunologie beschäftigt sich sehr eingehend mit der Beziehung zwischen Psyche, Immunsystem und Hormonsystem. Das bedeutet, dass es einen direkten Zusammenhang zwischen dem psychischen Wohnbefinden und körperlicher Gesundheit gibt. Für mich ein sehr spannendes Thema, das ich künftig sicher noch mehr vertiefen werde.
Ein Beispiel dazu: stellt euch vor (oder vielleicht hab ihr das sogar schon mal erlebt), ihr habt wochenlangen Stress. Ihr arbeitet viel und in der heutigen Zeit wahscheinlich auch noch alles unter Zeitdruck (und noch dazu nicht euer Herzensjob) – beste performance in kürzest möglicher Zeit. Dann kommt Tag X („die Präsentation“ oder der Urlaub) und der Stress lässt nach. Aber leider auch das Immunsystem und ihr werdet krank. Kommt euch bekannt vor? Mir leider auch 🙁

Was aber ist passiert? Ganz einfach, die Stresshormone, die unseren Körper durchfluten, halten unser Immunsystem aufrecht, damit uns nichts passiert. Stellt euch vor, ihr habt den Säbelzahntiger dicht auf euren Fersen, wie gelegen käme euch da ein Schnupfen? Sehr ungünstig, oder? 😉 Also wenn dann die Stresshormone nachlassen, versucht sich auch unser Körper auszuruhen und wenn wir lange Zeit unter Stress standen, dann schwächt uns das. Deshalb ist es unglaublich wichtig, zwischendurch immer wieder Inseln der Erholung und Entspannung einzubauen, wo wir unsere Seele baumeln lassen und das tun, wonach uns der Sinn steht. Ein weiteres tolles Beispiel, wie wichtig es ist, ordentlich entspannen zu können, ist unser Herz. Es schlägt unaufhörlich, mal stärker mal schwächer, mal öfter, mal weniger oft, ein ganzes Menschenleben lang. Aber zwischen den einzelnen Herzschlägen, also der puren Anspannung, ist es komplett entspannt. Nur so kann es auch gut und lange funktionieren.

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(c) Sabine Karrer

Ein weiterer wichtiger Bereich ist die Neurogastroenterologie. Der neue Wissenschaftszweig beschäftigt sich mit unserem „Bauchhirn“. Noch  nie gehört? Glaub ich nicht! 🙂 Ihr kennt doch alle das berühmte Bauchgefühl, das hattet ihr sicher auch schon öfters. Eine kleine „Stimme“ aus der Bauchgegend, die euch – oft auch mal im Gegenteil zu eurer Vernunftsstimme – etwas zuflüstert? Oder ihr kennt doch sicher auch die Schmetterlinge im Bauch? Oder den nervösen Magen, der sich meldet, wenn ihr zum Beispiel ein Vorstellungsgespräch habt. Ich kann zu sowas ja überhaupt nicht cool  und gelassen hingehen, bin jedes mal nervös und kann davor nichts essen.

Aber kein Wunder, denn ca. 100 Millionen Nervenzellen umhüllen unseren Verdauungstrakt und beeinflussen damit unser Fühlen, Denken und Erinnern. Selbstverständlich sind sie auch mit unserem Gehirn verbunden. Als Kommunikationsmittel dienen Botenstoffe, sogenannte Neurotransmitter, wie Serotonin oder Dopamin, etc… Sie sind zuständig für Zufriedenheit, Kreativität, Zorn, Angst oder auch depressive Verstimmungen. Das Serotonin, unser Glückshormon, ist verantwortlich für Harmonie, Ausgeglichenheit, Ruhe und Fröhlichkeit. Bisher wurden ca. 40 dieser Botenstoffe identifiziert und 90% von ihnen werden sogar im Darm gebildet. Also ist unser Bauch Ausgangspunkt für Wohlgefühl, Kummer oder Angst. Das hat wohl jede(r) von euch schon gespürt, richtig?

Was das mit den ätherischen Ölen zu tun hat? Nun, wir können sie einsetzen, wenn wir uns nicht wohl fühlen. Wenn wir gestresst sind, können wir entspannende Düfte verwenden. Oder wenn wir nicht in die Gänge kommen (können/wollen), helfen uns anregende Düfte wieder auf die Sprünge und zwar direkt über unseren Geruchsinn oder über unsere (Schleim-) Haut. Die vielfältigen Inhaltsstoffe der ätherischen Öle wirken mild regulierend auf viele dieser Botenstoffe und greifen somit sanft in das Kommunikationssystem ein, verbessern das Zusammenspiel oder koordinieren die Verbindung zwischen unserem Gehirn und unserem Bauchhirn.

Mit den ätherischen Ölen können wir also unser Wohlbefinden steigern, uns entspannen und dadurch auch unser Immunsystem stärken. Welche meine Top 3 Entspannungsöle sind, habe ich euch schon mal erzählt, das könnt ihr hier nachlesen. Welche Öle verwendet ihr denn gerne, wenn euch mal der Alltag zuviel wird? Erzählt mir, welche Öle euch im Moment oder in schwierigen Zeiten begleiten. Ich freue mich über eure Erfahrungsberichte!

Alles Liebe,

eure Mel

 

 

Quellenangabe: 
„Praxis Aromatherapie“ von Monika Werner und Ruht von Braunschweig, Haug Verlag

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