Mels duft(er) Blog

Hier findet ihr Wissenswertes über ätherische Öle, Kräuter und viele andere feine Naturprodukte. Schaut herein, es lohnt sich!

Schlagwort: Duft (Seite 2 von 2)

Niaouli – oder: was bei mir in den letzten Tagen im Diffuser war

Na bei uns war was los in den letzten Tagen… ich kann euch sagen, ein kranker Zwergi stellt so ziemlich alles auf den Kopf. Eigentlich hatte ich einen ganz anderen Beitrag für heute geplant. Aber wir haben ja gleich den Doppeljackpot bei Kinderkrankheiten gemacht und mein Bub hatte Hand-Mund-Fuß Krankheit UND Scharlach. Wie wunderbar… :-/

Aber gut, all das Jammern hat nix genutzt, wir waren natürlich beim Kinderarzt und der bestätigte meinen Verdacht – den hatte ich, weil der Sohn meiner besten Freundin die gleichen Symptome einen Tag zuvor zeigte und sie mir schon berichtet hatte. Nachdem ich ja gerne in meinen Duftkoffer greife um meine Familie und mich zu unterstüzten, wurde sofort unser Diffuser angworfen. Da kam Niaouli (Melaleuca viridiflora) und Zitronenöl hinein. In erster Linie wollte ich meinem Sohn eine angenehme und frische Atmosphäre schaffen, war er doch sehr erschöpft und müde vom Fieber. Diese Kombi mag ich sehr, denn sie reinigt die Raumluft, wirkt antiviral und antibakteriell und richtet wieder auf.

Über Niaouliöl erzähle ich euch heute etwas mehr, denn ich finde es ist ein sehr vielseitiges Öl, das nicht nur interessant duftet, sondern auch für Atemwege, Haut und Schleimhaut gut einsetzbar ist. Aber von Anfang an!
Niaoulibäume wachsen in Neukaledonien (Inselgruppe vor Nordaustralien), im feuchtheißen Klima. Bemerkenswert ist, dass es dort keine Malaria gibt, da die Inhaltsstoffe des Niaouliöls, welches von den Blättern abgegeben wird, insektenabweisend wirken. Das Myrtengewächs wird mittlerweile auch in Madagaskar sehr erfolgreich angebaut und zwar mit Bio-Gütesiegel, das für nachhaltige und umweltschonende Gewinnung und Verarbeitung steht.

Wie oben schon erwähnt, hat es eine stark antibakterielle und antivirale Wirkung, es wird bei Erkrankungen der Atemwege eingesetzt und es hilft unserem Immunsystem wieder auf die Beine. Auch in der Hautpflege könnt ihr es gut einsetzen, beispielsweise bei schwachem Bindegewebe, Kampfadern und Venenentzündungen, es wirkt schmerzstillend, zellregenerierend und bindegewebsstabilisierend. Es ist ein sehr hautfreundliches Öl, das unsere Haut vor Strahlenschäden schützen kann bzw. in der Nachsorge bei Strahlentherapie in Kombination mit Sanddornfruchtfleischöl zum Einsatz kommt. Niaouliöl kann bei Entzündungen im Mundraum oder am Nagelbett eingesetzt werden, hier wirkt es wie eine Zugsalbe.
Schon für kleine Schnupfennasen ab einem Jahr könnt ihr eine Trockeninhalation machen. Da gebt ihr 1-2 Tropfen Niaouliöl auf ein Taschentuch und lasst sie dran schnuppern. Das hilft beim Durchatmen und löst den Schleim in den Atemwegen. Natürlich wirkt das auch bei uns Erwachsenen!

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Am Wochenende war ich dann dran, plötzlich versagte meine Stimme und ich hatte Halsschmerzen. Auch da kam Niaouli zum Einsatz! Ich hab ja noch jede Menge Johanniskrautöl, das ich selbst angesetzt habe. Das hab ich dann mit Niaouli und Neroli gemischt, in ein Roll-on gefüllt und auf Hals und Brust aufgetragen. Neroli wirkt hervorragend bei Kehlkopfentzündungen und so praktisch im Roll-on ist es ja immer mit dabei. Ihr wisst ja, als Mama kann man nicht einfach in Krankenstand gehen. 😉

Das Rezept:
1 Stück 10 ml Roll-on aus Glas
10 ml Johanniskrautöl (im Sommer bitte ein anderes fettes Pflanzenöl nehmen)
3 Tropfen Niaouli
3 Tropfen Neroli
Erst das Öl in den Roll-on füllen, danach die ätherischen Öle, Kappe drauf, einmal schwenken, schon konnte ich es anwenden!

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Auch zum Gurgeln könnt ihr es verwenden, bei Entzündungen im Mund und Rachen hilft es ebenfalls ganz toll. Einfach 1 EL Rosenhydrolat (unkonserviert!) + 1-2 Tropfen Niaouliöl in ein Glas Wasser geben und schon könnt ihr loslegen!

Damit wir alle gut schlafen konnten, lief dann über Nacht Lavendelöl im Diffuser. Wichtig war mir, quasi eine Rundumbetreuung durch die ätherischen Öle, damit sich die Keime nicht unkontrolliert vermehren können. Was das Lavendelöl alles kann, das könnt ihr hier nachlesen – einer meiner Favoriten, den ich natürlich ganz als erstes verbloggt hab. <3

Kennt ihr Niaouliöl schon? Wofür habt ihr es denn schon verwendet? Ich würde mich freuen, wenn ihr mir von euren Erfahrungen berichtet.

Ich hoffe, ihr bleibt gesund und ich wünsch euch noch einen schönen Feiertag!

Alles Liebe,

eure Mel

Hier kommen noch die Produktlinks für euch:
Niaouliöl bio: https://www.feeling.at/shop/niaoulioel-bio-melaleuca-viridiflora.html?acc=204
Zitronenöl bio: https://www.feeling.at/shop/zitronenoel-bio-citrus-limon.html?acc=204
Sanddornfruchtfleischöl: https://www.feeling.at/shop/sanddornfruchtfleischoel-bio-hippophae-rhamnoides.html?acc=204
Roll-on: https://www.feeling.at/shop/weissglas-roll-on-flasche.html?acc=204
Neroliöl: https://www.feeling.at/shop/nerolioel-orangenbluetenoel-citrus-aurantium-flos.html?acc=204
Johanniskrautöl: https://www.feeling.at/shop/johanniskrautoel-bio-hypericum-perforatum.html?acc=204
Rosenhydrolat: https://www.feeling.at/shop/rosenhydrolat-bio.html?acc=204
Lavendel bio: https://www.feeling.at/shop/lavendeloel-bio-lavandula-angustifolia.html?acc=204

 

Quellenangaben:
„Praxis Aomatherapie“ von Monika Werner und Ruth von Braunschweig, Haug Verlag

Ätherische Öle und unser Körper, Teil 1

Nachdem bei meinen Aromarunden schon öfter die Frage kam, warum der/die eine süße, blumige Düfte mag und der/die andere gerne frische Zitrusnoten bevorzugt, dachte ich mir, es ist mal ganz interessant ein paar Fakten zum Thema ätherische Öle bzw. Düfte und menschlicher Körper hier zusammen zu tragen.

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Ich schreibe euch ja immer wieder Duftmischungen auf oder schlage euch Rezepte für Bade- oder Massageöle vor. Ihr habt sicher bemerkt, dass es ab und an eine Mischung ist, die euch total anspricht – sogar schon beim Lesen – und dann gibt es wiederum Rezepte, die euch nicht so zur Nase stehen. Das liegt daran, dass Duft etwas sehr persönliches ist. Jede(r) hat andere Assoziationen mit bestimmten Düften, ja sogar Duftnuancen. Wer kennt das nicht, es riecht nach einem bestimmten Duft und plötzlich beginnt auch schon das Kopfkino. „Es riecht wie in Omas Kleiderschrank!“ oder „Der Duft erinnert mich an Weihnachten!“ usw… Jeder verbindet mit einem Duft etwas anderes, je nach unseren Erfahrungen, Erinnerungen und je nachdem wie unser Gehirn den Geruch abgespeichert hat.

Bei meiner letzten Aromarunde waren 2 Cousinen mit dabei, die ein komplett konträres Duftempfinden hatten. Die eine liebte die süßen, warmen und blumigen Düfte, wie zum Beispiel die Duftmischung feeling exotic. Die andere widerum mochte es gern frisch wie Eukalyptus staigeriana und fruchtig wie Zitrone. Es war herrich zu sehen, wie die verschiedenen Duftstreifen reihum gingen und man sofort wusste, wenn es der einen gefällt, wird es die andere schnell weiter reichen. 😀

Tatsache ist, dass wir tagtäglich mit einer Fülle von Gerüchen zu tun haben. Viele davon nehmen wir gar nicht bewusst wahr, unser Unterbewusstsein jedoch überprüft und verabeitet noch viel mehr Düfte. Es kann passieren, wenn wir einem Menschen begegnen, der ein, für unser Auge, angenehmes Erscheinungsbild hat, jedoch unsere Nase Alarm schlägt, weil an seinem Körpergeruch etwas für uns nicht passt. Dann können wir ihn sozusagen „nicht riechen“. Unsere Nase und unser Unterbewusstsein lassen sich auch nicht von Parfums täuschen.

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Unser Geruchssinn, der älteste unserer Sinne, ist direkt mit dem limbischen System verbunden. Das ist jener Teil des Gehirns, wo unsere Gefühle entstehen. Werden Erlebnisse und Gefühle mit einem Geruch gemeinsam abgespeichert, prägen sie sich tiefer ein. Das können wir wunderbar bei Schulkindern, aber auch bei uns Erwachsenen nützen, wenn wir etwas lernen oder uns konzentrieren müssen. Hier können uns die ätherischen Öle sehr gut unterstützen, zum Beispiel Thymian Ct. linalool, Zitronenöl oder Rosmarin Ct. verbenon, der Kinderrosmarin.

Das limbische System arbeitet mit unserer „Schaltzentrale“, mit dem Hypothalamus, zusammen. Hier werden viele vegetative Vorgänge gesteuert, wie Atmung, Schlaf, Kreislauf und Ausscheidung. Genau diese Abläufe können wir nun mit den ätherischen Ölen positiv beeinflussen. Je nach dem, welchen Duft wir wählen, werden bestimmte Botenstoffe ausgeschüttet, die zum Beispiel unser Schmerzempfinden, aber auch unsere Gefühle beeinflussen. Im Winter, in der dunklen Jahreszeit, wenn viele den Winterblues haben, können wir beispielsweise mit Zitrusdüften unsere Stimmung heben und es werden wieder mehr Glückshormone ausgeschüttet. Das trägt dann nachweislich dazu bei, dass wir uns wohler fühlen. Und wenn es uns gut geht, dann sind wir auch weniger krankheitsanfällig.

Ich hoffe ich hab euch nicht mit Fakten gelangweilt! 😉
Wenn ihr euch auch gern mal durch das Sortiment schnuppern wollt, dann kann ich gerne auf eine Aromarunde bei euch vorbei kommen. Da könnt ihr alles ausprobieren, was euch anlacht! Schreibt mir einfach eine E-Mail unter melsduftblog@gmail.com und wir planen gemeinsam euren persönlichen duften Nachmittag/Abend!

Auch heute hab ich ein paar Produktlinks für euch, ein paar Mischungen und Einzelöle, die ich selbst gern verwende:
Limette destilliert: http://www.feeling.at/shop/limettenoel-destilliert-citrus-aurantifolia.html?acc=204
Biene Maja Duftmischung: http://www.feeling.at/shop/biene-maja-duftmischung.html?acc=204
Vanille Extrakt 10:90: http://www.feeling.at/shop/vanilleoel-extrakt-vanilla-planifolia.html?acc=204
feeling exotic Duftmischung: http://www.feeling.at/shop/satsang-duftmischung.html?acc=204
Eukalyptus staigeriana: http://www.feeling.at/shop/eukalyptusoel-staigeriana-bio-eucalyptus-staigeriana.html?acc=204
Thymian Ct. linalool: http://www.feeling.at/shop/thymianoel-ct-linalool-thymus-vulgaris.html?acc=204
Tief atmen Duftmischung: http://www.feeling.at/shop/tief-atmen-duftmischung.html?acc=204
Fichtennadel: http://www.feeling.at/shop/fichtennadelnoel-picea-abies.html?acc=204

 

 

Quellenangabe: „Praxis Aromatherapie“ von Monika Werner und Ruth von braunschweig, Haug Verlag

 

 

 

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